Namen & Neues

Ehemalige Lungenklinik Heckeshorn: Der Senat hat die Planungen an sich gezogen

Veröffentlicht am 21.03.2019 von Boris Buchholz

Der Bezirk ist hart geblieben, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat ihre Drohung wahr gemacht: Vergangene Woche habe ihr die Verwaltung von Katrin Lompscher (Linke) in einem Brief mitgeteilt, dass der Senat die Planungen für das Gelände der ehemaligen Lungenklinik Heckeshorn an sich ziehe, erklärte Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) in der Bezirksverordnetenversammlung am Mittwochabend. Der Senat hatte den Bezirk im Februar aufgefordert, einen neuen Bebauungsplan für die alten Klinikbauten aufzustellen, um eine dauerhafte Unterbringung von geflüchteten Menschen zu ermöglichen. Zwar sei es unstrittig, dass im Bettenhaus eine Gemeinschaftsunterkunft betrieben werde und in das Schwesternwohnheim kranke und pflegebedürftige Flüchtlinge einziehen solle. Einer darüber hinausgehenden dauerhaften „Unterbringung in den Bestandsgebäuden habe ich immer widersprochen“, sagte Richter-Kotowski.

Die Positionen der Fraktionen habe ich in den letzten beiden Wochen bereits dargestellt. Die Argumente von SPD, Linken und AfD finden Sie hier, Stellungnahmen von CDU, Grünen und FDP stehen online auf tagesspiegel.de.

Der FDP-Ortsverband Zehlendorf-Wildwest hat (jetzt noch mehr) Redebedarf: Am Donnerstag, 28. März, lädt Sebastian Czaja, er ist der Vorsitzende des Ortsverbands und Abgeordneter der FDP, um 19 Uhr zum Diskussionsabend „Heckeshorn – Zukunft eines Gesundheitsstandortes“ ein. Geladen sind Finanzstaatssekretärin Margaretha Sudhof (SPD), die BIM-Geschäftsführerin Birgit Möhring, Heike Fadeni-Biessei von den Wannseeschulen und Matthias Ort (ORTEC medical GmbH). Ort der Veranstaltung ist der Verein Seglerhaus am Wannsee (Am Großen Wannsee 22-26). Reden Sie doch mit.