Namen & Neues

Bürger gegen Leerstand: Nennen Sie uns leerstehende Gebäude

Veröffentlicht am 08.08.2019 von Boris Buchholz

Der Wohnraum in Berlin ist knapp, leerstehende oder gar verfallende Häuser sind ein Ärgernis. Im letzten Newsletter bat ich Sie, mir Häuser zu benennen, die seit langer Zeit unbewohnt und ungenutzt sind. Viele Leserinnen und Leser schrieben mir. Bei einigen Objekten ist die Leerstands-Geschichte bereits bekannt, ich habe sie unten kurz zusammengefasst. Bei anderen Nennungen muss ich mich erst noch schlau machen. Sowie ich mehr weiß, werden Sie es erfahren.

Neu in der Leerstandsliste:

  • Morgensternstraße 25 in Lichterfelde: „Das Haus ist schon seit vielen Jahren verfallen und sicherlich inzwischen ein gemütliches Heim für Ratten und anderes Ungeziefer.“
  • Ihnestrasse 82 in Dahlem: „Die Doppelhaushälfte steht seit mehreren Jahren leer, es gibt viele Interessenten, aber der Besitzer ist nicht zu ermitteln, viele Familien mit Kindern würden gerne kaufen, hier wird Wohnraum nicht genutzt.“
  • Reifträgerweg Ecke Altvaterstraße: „Leerstand seit einigen Monaten.“

Alte Bekannte:

  • Thielallee, die verlassenen Gebäude des Bundesamts für Risikobewertung. Der Eigentümer, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, meldet Eigenbedarf an: Sowohl für die Bundesanstalt für Materialforschung und -Prüfung sowie für das Umweltbundesamt seien mittelfristig umfangreiche Sanierungsarbeiten geplant, die Gebäude an der Thielallee würden als Ausweichquartiere benötigt.
  • Bergstraße 4 in Wannsee. In diesem Haus will der Bezirk eine Übernachtungsstelle der Kältehilfe ansiedeln. Lesen Sie mehr auf tagesspiegel.de.
  • Berliner Straße Ecke Clayallee. Das Haus, in dem früher eine Filiale der Commerzbank residierte, soll abgerissen werden. Der Besitzer plant einen Neubau: Auf drei beziehungsweise vier Geschossen sollen unter anderem ein Supermarkt und Büros einziehen. Hier mein Bericht: tagesspiegel.de
  • Gardeschützenweg 3 Ecke Hindenburgdamm. Ein Treuhänder soll das Haus instandsetzen, das ist der Wille des Bezirks. Derzeit werden dafür die Vorbereitungen getroffen; das Amt geht jedoch davon aus, dass der Besitzer Rechtsmittel einlegen wird. Hier der Bericht aus dem Juni: tagesspiegel.de
  • Waltraudstrasse 45. Das ehemalige Schwesternwohnheim will Besitzer Stephan Allner abreißen und dann neu bauen. Bei einem Brand vor zweieinhalb Jahren war das Haus schwer beschädigt worden. Ein Antrag auf eine Baugenehmigung wurde eingereicht. tagesspiegel.de
  • Ostpreussendamm 31-33: Besitzer Peter Janssen will hier eine neue Seniorenresidenz bauen; er betreibt bereits vier gehobene Seniorenwohnhäuser. Gespräche mit dem Bezirksamt hat es bereits gegeben. Vorwürfe, er würde mit der ehemaligen Seniorenwohnanlage „Dr. Peter Bloch“ spekulieren, weist Peter Janssen von sich. tagesspiegel.de
  • Königin-Luise-Straße, alte Anatomie der Freien Universität. Das Grundstück gehört der Aldi-Stiftung; bisher hatte der Konzern vor, hier einen Supermarkt zu errichten, was der Bezirk jedoch ablehnte. Von neuen Plänen ist (noch) nichts bekannt. tagesspiegel.de

Ist Ihnen noch ein anderes leerstehendes Haus im Südwesten aufgefallen? Oder haben Sie Hinweise zu einigen der alten oder neuen Bekannten? Schreiben Sie mir an boris.buchholz@tagesspiegel.de.

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